KaufRatgeber
Schlagzeugkauf für Einsteiger
Wenn man kurz vor dem Kauf des ersten Schlagzeugs steht, muss man sich auch überlegen, ob statt einem akustischen nicht auch ein elektronisches Set (e-drum_sets.html) in Frage kommen könnte.
Dann kommt natürlich oft der Gedanke, bei einem Gebrauchten mehr Gegenwert zu bekommen. Das ist grundsätzlich natürlich nicht falsch. Durchaus lassen sich immer wieder mal Schnäppchen machen und klar sollten deshalb Kleinanzeigen durchgeschaut werden. Aber generell ist es sehr schwierig, die Relationen zum Neuwert zu beurteilen oder die unterschiedlichen Mängel und Verschleißerscheinungen aus der „Ferne“ zu erkennen, um nicht teuer Einzelteile nachkaufen bzw. ersetzen oder reparieren zu müssen.
Folgende Zusammenstellung behandelt die Anschaffung eines akustisches Schlagzeugs.
Bei Kindern sollte zu dem das Schlagzeug nicht zu große Trommelgrößen haben. Was nützt ein guter Kauf, wenn die Bass-Trommel so groß ist wie das Kind oder das Schlagzeug nicht in den Raum passt etc.!?
Macht Euch hier im Folgenden ein Bild, was überhaupt nötig und üblich ist und neu oft nicht wesentlich mehr kostet. Zumindest können hier konkrete Aussagen getroffen werden, über das was man bekommt. Nicht zu vergessen ist auch Garantie und Rückgaberecht, die beim Musikhaus Thomann durch den sehr guten Service normalerweise unverzüglich und reibungslos abgewickelt werden.
Über die jeweiligen Hyper-Links gelangst Du dann immer direkt auf die entsprechende Produkt-Website.
Alle Größen sind immer in Zoll (Inch) angegeben (1“=2,54cm).
Inhaltsverzeichnis
- Schlagzeugkauf für Einsteiger
- Kaufempfehlungen für Einsteigersets nach Budget
- Setgröße, Trommelgrößen
- Kauf für „Kleine“
- Sitzhöhe
- Generelles
- Kosten – Set – Qualität
- Kosten – Becken – Qualität
- Empfohlenes Zubehör für jeden Einsteiger
- Beim Kauf eines Drum-Set gleich mitkaufen
- Übungsdämpfer
- (Schall)Podest
- weiteres Zubehör
Ein Drumset mit drei Tom-Toms, wie bei den meisten Angeboten, sind zum Lernen nicht wirklich notwendig. Ein Hänge- und ein Standtom wären zum Erlernen völlig ausreichend, die Konfiguration hätte sogar gewisse Vorteile. Ein Hängetom weniger ist dennoch beim Kauf von Komplettsets meist, wenn überhaupt, aufgrund von Massenproduktion heutzutage gar nicht möglich oder keine nennenswerte Preisersparnis.
Bevor man sich ein weiteres Tom-Tom zulegt (z.B. ein Viertes), sollte man (entsprechend aktueller Musikstile) eher über weitere Becken, zweite SnareDrum in anderer Größe, zweite HiHat, Cowbell … nachdenken.
Wer gern eine 22“ BassDrum bevorzugt, kann in den Setkombinationen bei Thomann suchen, die dort unter „Fusion“ laufen: fusion_drumsets.html. Von den „Standard“-Kits mit der Tom-Kombination 12″, 13″ 16″ kann ich generell nur abraten. Der Begriff “Standard” ist nicht aus dem Bedarf der Musik entstanden, sondern vielmehr eine ursprüngliche “Verlegenheit” der Massenproduktion der Industrie und stammt aus einer Zeit, wo andere Trommelgrößen exotisch waren. Diejenigen, die nicht wirklich viel Ahnung oder Erfahrung haben, kaufen es heutzutage, weil es als “Standard” angeboten wird. Die Industrie und Musikhäuser bieten diese nach wie vor an, weil die Leute diese bevorzugt kaufen – also ein Teufelskreis. 12″ und 13″ sind vom Durchmesser vgl. zu nahe beieinander. Es ist eigentlich unnötig sehr schwer für “moderne” Ohren und Stilistiken mit gängigen Herangehensweisen hier eine homogene Stimmung hinzubekommen. Mir fällt auch spontan kein professioneller Schlagzeuger ein, der “Standard” einsetzt, wenn er nicht muss.
Ab so 800-1000 Euro handelt es sich nicht mehr um Einsteiger-Sets. Es werden die Möglichkeiten zu groß und es kann immer mehr auf persönliche Bedürfnisse, wie bestimmte Anforderungen in Bands und Stilistiken, eingegangen werden. Daher können keine weiteren sinnvollen Empfehlungen mehr gegeben werden, bzw. haltet Euch an die Budgetierungs-Faustregel: 1/3 Kesselsatz, 1/3 Becken, 1/3 Hardware.
Schau Dich im Angebot von Thomann um, ruf einfach in der Drum-Abteilung dort an oder teste mal verschiedene Drumsets zum Vergleich in einem Laden an. Kaufe aber fairerweise immer da, wo Du Dich ausgiebig beraten lassen oder sogar ausprobiert hast.
Entscheidend sollten nicht Markennamen sein, sondern all die anderen Faktoren.
Ansonsten kann Dir Dein Lehrer bestimmt bei der Kaufentscheidung helfen.
Für Mittelklasse bis High-End-Sets ist noch eine extra Online-Beratung in Arbeit!
Kaufempfehlungen für Einsteigersets nach Budget:
| Drumkit | Farbe(n) | Becken/HiHat, Zubehör | Komplett-Preis |
| Millenium MX120 Starter Drum Set | schwarz | 2 inkl. | alles inkl. 159,- |
| Millenium MX220 Studio Set | weinrot & schwarz | 2 inkl. | alles inkl. 222,- |
| Premier Olympic Jazz 20 | weinrot & schwarz | 2 inkl. | alles inkl. 298,- |
| millenium_mx520bk_drumset.htm | schwarz | 3 inkl. (millenium_pro_beckensatz.htm) | ohne Sitz 325,- |
| Sonor Special Edition 505 Studio Set | schwarz | 3 inkl. | alles inkl. 498- |
| Mapex Q Serie Studio Set | Dark Burgundy, Dark Indigo, Black |
ohne Becken und Sitz | Farbe “BY”: 385,- DI & BL: 429,- |
| DIXON 700 Serie “STUDIO” | Midnight Blue | ohne Becken, mit Sitz, mit Zusatzstativ | 444,- |
| Mapex QR Serie Studio Set | 5 Finishes | ohne Becken, ohne Sitz, mit Zusatzstativ |
499,-
|
| Yamaha Gigmaker Studio | schwarz | ohne Becken, Sitz, Zusatzstativ | 549,- |
Man muss sich auch immer entscheiden ob man mehr Wert auf ein besseres Drumkit, den Beckensatz oder ggf. Sitz legt. Komplettbeckensätze mit sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis sind Folgende, die man auch oft im Bundle mit Rabatt erhält:
| millenium_pro_beckensatz.htm |
99,-
|
| zildjian_zbt_standard_beckenset.htm |
265,-
|
| masterwork_troy_beckensatz.htm |
329,-
|
| sabian_xs20_performance_beckenset.htm |
379,-
|
Wenn Geld nicht wirklich eine Rolle spielt oder mehr Budget vorhanden ist, bekommt man natürlich für mehr Geld auch noch besseres Equipment. Ansonsten halte ich noch mehr Geld auszugeben für Anfänger, insbesondere bei Kindern, nicht für notwendig. Dann besser mehr Geld in Zubehör, Lernmaterial und Unterricht investieren!
Eine umfangreiche Kaufberatung findest Du auch im Thomann Online-Ratgeber: onlineexpert_51.html
Setgröße, Trommelgrößen
gebräuchliche Begriffe für angebotene Set-Konfigurationen mit jeweils einer 14“-Snare:
- Junior/Jungle: 16“, 8“, 10“, 13“ (12“ Snare)
- Combo/Jazz/BeBop: 18“, 12“,14
- Studio-Set: 20“, 10“, 12“, 14“
- Fusion-Set: 22“, 10“, 12“, 14“
- Standard-Set: 22“, 12“, 13“, 16“
- Shell-Set: (Kessel-Satz), nur Trommeln evtl. mit Halter, aber ohne Stative
Kauf für „Kleine“
Ein Schlagzeug mit zu großen Trommelgrößen ist etwa das gleiche Dilemma wie mit Kinderschuhen. Mehrere Nummern zu groß geht zwar, ist aber unbequem und nicht gut oder sogar ungesund.
Ein Instrument muss körperlich erreicht und beherrscht werden können. Auch aus diesem Grund wurde meist ein frühstes Beginnalter von ca. 10 Jahren empfohlen.
Da es heutzutage eine immer bessere Auswahl an Junior-Drumkits gibt (z.B. 16“ BassDrum, 12“ SnareDrum und 8“, 10“, 13“ TomToms: millenium_mx_jr_drumkit.htm), steht diesbzgl. in Kombination mit Junior-Trommelstöcken auch Kindern unter 7 Jahren nichts mehr im Wege. Sollte in diesem Alter ein Supertalent schon täglich mehrere stunden üben, gibt es auch mini professionelle Schlagzeuge von immer mehr Herstellern wie z.B. das Sonor Jungle-Kit oder das von Yamaha. Sehr platzsparend aufbauen und leiser sind auch sogenannte Traveller-Kits mit flachen Kesseln und meist ohne Resonanzfell wie z.B.: pearl_rtg665_rhythm_traveler_gig_kit.htm oder traps_a400_acoustic_drumset.htm
Beim Kauf für „Kleine“ sollte vor allem darauf geachtet werden, dass keinesfalls ein „Standard-Kit“ mit großen Trommeln, insbesondere einer 22“ BD gekauft wird. Bei sogenannten Studio-Sets, Fusion-Sets oder Combo/Jazz-Sets sind meistens besser geeignete 20“ oder 18“ BDs dabei. Somit lassen sich die Toms tiefer stellen und sind insbesondere für „Kleine“ besser erreichbar. Andernfalls können sich durch ungünstige Aufbauten gleich schlechte Bewegungsmuster und Verkrampfungen oder im Extremfall sogar Haltungsschäden entstehen. Ein Erwachsener kann sich „kleinere“ Set-Konfigurationen auf seine Körpergröße höher einstellen, umgekehrt ist es leider begrenzt.
Aus ergonomischer Sicht ist deshalb ab ca. 7Jahren ein Set mit einer 18“er Bass-Drum möglich (z.B. sonor_507_combo_black), ab ca. 10 Jahren eine 20“ BD (siehe Tabelle oben).
Sitzhöhe
Um eine optimale ergonomische Sitzhaltung für Kinder zu gewährleisten ist ein Sitz zu empfehlen, der auch sehr tief geht; d.h. 40-45 cm. „Normale“ Sitze für Erwachsene haben meist nur eine Mindesttiefe 45-51cm.
Als Sitz im Bundle für Kinder deshalb millenium_mdt1 wählen oder besser mapex_mxt570a_drummersitz.htm
… entsprechende Bass-Drum-Größe von 18“ oder 20“ vorausgesetzt.
Kosten – Drumset – Qualität
Bei günstigen Einsteigersets (gerade unter ca. 400,-€) ist die Hardware natürlich nicht so stabil wie bei teuren Sets. Da zumindest anfangende Kinder noch nicht mit soviel „Gas“ spielen, stellt dies kein wirkliches Problem dar. Es sollte natürlich kein Schlagzeug aus der Spielzeug-Abteilung sein, die auch gar nicht so viel billiger sind – dann besser millenium_mx_jr_drumkit.htm. Später kann dann immer noch für schon ab 179,- die Hardware bei den ganz günstigen Einsteigersets durch stabile Hardware ersetzt werden: millenium_pro_hardware_starter_paket.htm (und/oder ebenso durch ein hochwertiges Doppel-BD-Pedal und eine 2-Bein-HiHat)
Ebenso ist generell ein sachgemäßer Umgang beim Auf- und Abbau und Wartung und ggf. sofortige Reparaturen für jegliche Lebensdauer von Bedeutung.
Sobald wirklich viel gespielt wird (täglich mindestens eine Stunde), sollte besser früher als später insbesondere nicht beim Sitz gespart werden. Verkrampfungen/Versteifungen und generelle Haltungsschäden können auch beim Üben unter ungünstigen Bedingungen entstehen (siehe auch Lektion Setaufbau).
Ein guter Kauf für ewigem Einsatz ab Kindesalter: tama_ht730s_drummersitz.htm oder pearl_d1000s_drummersitz.htm
Kosten – Becken – Qualität
Aus professioneller Sichtweise sollte man für die Becken genauso viel investieren wie für den Trommelsatz. Wenn bei Einsteigersets schon Becken dabei sind, sind diese meist sehr minderwertig, da sehr billig (machen etwa nur 10-20% des Gesamtpreises aus). Dennoch kann man damit erst mal anfangen (auch ich habe erst mit billigen Becken gelernt). Becken bekommen vor allem dann Bedeutung, wenn man anfängt in einer Band zu spielen. Also sobald der Anspruch steigt, sollte man sich bessere Becken zulegen (min. „Troy“) und hat in den ersten Becken auch keine Fehlinvestition gemacht und kann diese vielleicht sogar noch für ca. verkaufen. Abgesehen davon ist die Haltbarkeit von so günstigen Becken ohnehin nicht die Größte.
Empfohlenes Zubehör für jeden Einsteiger
- Practice-Pad ca. 7,-: millenium_practice_pad.htm
- Notenpult ca. 13,-: thomann_orchesterpult.htm
- Metronom ca. 25,-: boss_db30.htm
- Gehörschutz ca. 20,-: alpine_music_safe_gehoerschutz.htm
Beim Kauf eines Drum-Set gleich mitkaufen
- millenium_sound_control_ringe_fusion.htm
- warwick_06_snap_on_rockring_schwarz.htm
- remo_empcl20_bassdrumfell.htm
Übungsdämpfer
- Set 10“, 12“, 2×14“ für 29,50 €: hq_percussion_so0244_fusion_sound_off_pack.htm
- 20“ BD für nur 9,50 €: millenium_20_bass_drum_uebungsgummi.htm
- Becken für 7,95 €: hq_percussion_socym_sound_off_daempfer.htm
- 14“ HiHat für 13,50 €: hq_percussion_so14hat_sound_off_daempfer.htm
- spezielle „leise“ Trommel-Felle: e-drum_meshheads.html
- für die Spannreifen: tdrum_rimnoise_eliminator.htm
- softer Bass-Drum-Schlägel: tdrum_triggerball_beater.htm
(Schall)Podest
Zusätzlich ein einfaches Schlagzeug- bzw. Trittschallpodest bauen, löst oft die größten und letzten Probleme insbesondere der starken Schwingungen der Bass-Drum. Eine Bauanleitung zum günstigen Selbermachen findest Du >hier<. Für ein normales Schlagzeug bei einer Körpergröße bis 190 cm reicht die Podestgröße von ca. 180 x 200cm (z.B. 3 OSB-Platten). Auch bei eDrums sollte das Podest eine Fläche von ca. 160 x 150 cm haben.
weiteres Zubehör
- Kopfhörer: the_tbone_hd990d.htm
- Mischpult, klein z.B. als Kopfhörerverstärker bei PlayAlongs: the_tmix_mix_802.htm


